Superkompensation/Überanpassung
Die Überanpassung (auch Hyperkompensation oder Superkompensation genannt)
ist die Grundlage für Trainingserfolg. Der Körper ist bemüht, einen Ausgleich
zwischen der Leistungsanforderung und dem Leistungsstand herzustellen. Wer seinen
Körper durch sportliche Aktivität belastet, der erreicht damit, dass sich der
Körper nach der Erholungsphase über das Ausgangsniveau hinaus anpaßt.
Ernährung im Badmintonsport
Die Spieldauer im Badminton ist unterschiedlich. In dieser Zeit ist der
Spieler unregelmäßig und zufällig hohen Belastungen bei der Spielhandlung
ausgesetzt. Der Akteur verbraucht seine Reserven bei der anaeroben und aeroben
Energiegewinnung. Kommt es zu einer zu starken Säuerung (Laktat), leidet
die Koordination.
Der Konditionsfaktor ist für die Spielleistung nicht unwesentlich, verbraucht
doch der Mannschaftsspieler pro Stunde 800 bis 1200 kcal an Energie.
Bei 15-20 Stunden Training pro Woche resultiert ein durchschnittlicher
Gesamtenergieverbrauch von 68-72 kcal/kg oder pro Tag von 4.500 bis
5.500 kcal. Den höchsten Energieverbrauch haben die Fußballer; den
niedrigsten die Tennis- und Tischtennisspieler.
Die Konzentrationsfähigkeit im Spiel hängt vom Blutzuckerspiegel ab. Erfahrene
Spieler versorgen sich mit glukosehaltigen Getränken in den Spielpausen. Auch
handelsübliche Coca-Cola®-Getränke (keine Light-Produkte) sichern die
Blutglukose. Immerhin hat Coca-Cola® einen Gehalt von 10-12 % Zucker.
Das Koffein (70-250 mg pro Liter) in der Cola wirkt anregend und aktivitätserhöhend.
Während der Spielpausen sind Mineral- oder Vitamingetränke objektiv nicht
notwendig. Bei der Nahrungsaufnahme vor dem Spiel ist auf die Verdaulichkeit
zu achten, denn bei voll ablaufender Verdauung ist ein gutes Spiel kaum möglich.
Tab. Durchschnittliche Verweildauer der Speisen im Magen
- 1 Std: Wasser (still, ohne Kohlensäure), Kaffee, Tee, Bier, Cola-Getränke, alkoholfreies Bier, Glukose*, Kohlenhydratlösungen,
Aminosäuren, Proteinhydrolysate, MCT, Energieriegel mit Kohlenhydraten.
- 2 Std: Milch, Kakao, Joghurt, Fleischbrühe, Reis, Forelle, Karpfen, Brötchen, Weißbrot, Müsli, zartes Gemüse, Banane,
Energieriegel mit Proteinen angereichert.
- 3 Std: Mischbrot, Kekse, Butterbrötchen, Kartoffeln, Nudeln, Äpfel, Eier, Rind- und Schaffleisch, Huhn, Gemüse.
- 4 Std: Wurst, Schinken, Putenfleisch, Kalbsbraten, Beefsteak, Schweinefleisch (fett), Nüsse.
- 5 Std: Geflügelbraten, Wildfleisch, Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen), Gurkensalat, Pommes frites.
- 6 Std: Speck, Heringssalat, Pilze, Thunfisch.
- 7 Std: Ölsardinen, Aal, Gänsebraten, Schweinshaxe*, Glukose ist bereits nach 7-10 min in bedürftiger Muskulatur.
Je schneller die Anfangsgeschwindigkeit, desto weniger Nahrungsaufnahme sollte
zuvor erfolgen. Magenempfindliche Sportler sollten nur flüssige Kost aufnehmen.
Die letzte feste Mahlzeit sollte 2-3 Stunden vor dem Spiel beendet sein. Auf
die unterschiedliche Verweildauer der Speisen ist zu achten, besonders auf Fleisch
und Gemüse.
Die körpereigenen Glykogenspeicher sichern Leistungen von 90-120 min Dauer,
abhängig von der Belastungsintensität, energetisch ab. In dieser Zeitspanne ist
keine Nahrungsaufnahme, mit Ausnahme von Trinken, erforderlich. Der Kraftverlust
nach Wettkämpfen ist die Folge muskulärer Ermüdung. Der gezielte Ausgleich des
Flüssigkeitsdefizits ist eine wesentliche Erstmaßnahme zu Beginn der Regeneration.
Nach einer Dehydrierung von über 3 % des Körpergewichts dauert der vollständige
Flüssigkeitsausgleich etwa 24-48 Stunden. Wesentliche Maßnahmen zur Begünstigung
der Regeneration sind:
- Rasche Auffüllung der Energiereserven mit Kohlenhydraten und zusätzliche
Aufnahme bewährter Beifügungen in Form diätetischer Lebensmittel
(Vitamine, Mineralien, L-Carnitin, Aminosäuren und weitere Wirkstoffe).
- Längerfristige Übungsprogramme zur Überwindung von Schwachstellen
im Stütz- und Bewegungssystem (Abbau von muskulären Dysbalancen).
- Verschieben von seelisch belastenden Aufgaben aus den Hochbelastungsphasen
in spätere Trainingsabschnitte oder Regenerationsphasen
(Schutz des Immunsystems vor Überforderung).
Durch die Aufnahme von 100 g Kohlenhydraten in den ersten Nachbelastungsstunden
wird der Glykogenwiederaufbau gefördert. Nach Langzeitbelastungen wird mehr
Glykogen abgebaut. Zudem sollten Vitamine (Vitamin C, E und Betakarotin) in
höheren Dosen aufgenommen werden. Durch starkes Schwitzen ist der Mineralstoffwechsel
gestört. Hinweise für eine Magnesiumunterversorgung sind Muskelkrämpfe oder
Gefühlsstörungen in den belasteten Muskeln. Zur Flüssigkeitsaufnahme während
sportlicher Belastungen gab es längere Zeit unterschiedliche Auffassungen.
Unter den Sportlern hielt sich hartnäckig die Fehlvorstellung, dass während langer
Belastungen nicht getrunken werden sollte. Inzwischen ist den meisten Sportlern bekannt,
dass die Flüssigkeitsaufnahme vor, während und nach der Belastung eine notwendige und
die Leistung fördernde Maßnahme ist. Ein weit gehend ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt
sichert bei Langzeitbelastungen die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit. Nur ein
ausbalancierter Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt schützt vor Überhitzung
(Hyperthermie).Wenn der Sportler erst zu spät ans Trinken denkt, kann das Defizit
bei Beibehaltung der sportlichen Belastung nicht mehr kompensiert werden. Am besten
sind glukosehaltige und elektrolytangereicherte Getränke. Bei Hitzewettkämpfen sollte
der Sportler immer wieder ans Trinken denken. Die bekanntesten Sportspielarten sind
Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Tennis, Badminton u. a. Meist sind Hallenspiele
für die Spieler sehr belastend, weil hohe Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit sowie geringe
Luftbewegung zu einer schnellen Erwärmung und Dehydrierung der Spieler führen.Inzwischen ist es
Standard, dass die Spieler in den kurzen Pausen Elektrolytgetränke oder kohlenhydratangereicherte
Getränke aufnehmen. Eine Kombination beider Getränkearten bietet Vorteile.
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Vitamine und Sport
Für 98% der Bevölkerung sind die Empfehlungen der DGE oder der amerikanischen
Lebensmittelbehörde zutreffend, zumal bei neuen Erkenntnissen die Empfehlungen
korrigiert werden. Die Allgemeinempfehlungen haben eine Sicherheitsspanne zur
Vermeidung einer Unterversorgung (siehe Tabelle).
Vitaminbedarf von Untrainierten und Leistungssportlern
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Tagesbedarf |
| Vitamine |
Untrainierte |
Leistungssportler |
| A (Retinol) |
5.000 1. E. (1,5 mg) |
13.000 1. E. (4,47 mg) |
Betakarotin (Vorstufe Vit. A) |
3 mg |
4,5 mg |
| D (Calciferol) |
400 1. E. (10 µg) |
800 1. E. (30 µg) |
| E (Tocopherol) |
10 mg |
50 mg |
| K (Phyllochinon) |
80 µg |
150 µg |
| B1 (Thiamin) |
1,5 mg |
7-8 mg |
| B2 (Riboflavin) |
1,8 mg |
8 mg |
| B3 (Niacin) |
20 mg |
30-40 mg |
| B4 (Folsäure) |
300 µg |
400 µg |
B5 (Pantothensäure) |
~10 mg |
20 mg |
| B6 (Pyridoxin) |
2,1 mg |
10-15 mg |
| B12 (Cobalamin) |
3 µg |
6 µg |
C (Ascorbinsäure) |
75 mg |
300-500 mg |
| H (Biotin) |
0,1 mg |
0,3 mg |
| Q 10 (Ubichinon) |
10 mg |
30 mg |
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Mineralien und Sport
(Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink)
Tabelle: Bedarf an Mineralien und Spurenelementen
| Mineral |
Tagesbedarf Untrainiert |
Sportler |
| Kochsalz (NaCl) |
8 g |
15 g |
| Kalium |
2,5 g |
5 g |
| Kalzium |
1 g |
2 g |
| Phosphor |
2 g |
2,5 g |
| Magnesium |
400 mg |
600 mg |
| Eisen |
18 mg |
40 mg |
| Zink |
15 mg |
25 mg |
| Kupfer |
2 mg |
4 mg |
| Jod |
0,15 mg |
0,25 mg |
| Selen |
70 µg |
100 µg |
| Chrom |
100 µg |
200 µg |
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